Kaiserin Auguste Viktoria
(1858 - 1921)
geboren am 22.10.1858 als älteste Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein.
Ihr Vater hatte seine Ansprüche auf Schleswig und Holstein an Dänemark und schließlich
nach dem preußisch-dänischen Krieg 1864 an Preußen und Österreich verloren.
Daher lebte die Familie in Schlesien.
Auguste, genannt Dona, genoß eine bürgerliche Erziehung, sie erhielt auch Lektionen in
Haushalts- führung und Kochen. Sie und ihre 3 Geschwister wurden auch zu Kranken- und Armenbesuchen
angehalten.
Sie heiratet 1881, nach einem Aufenthalt in England bei Queen Viktoria, wo sie in die gesellschaftlichen Regeln
eingeführt wurde, den Kronprinz von Preußen. Wilhelm und Auguste waren ein harmonisches Paar und
einander sehr zugetan.
In politischen Dingen war sie zurückhaltend, Auguste kümmerte sich in erster Linie um den
Haushalt und das Wohlergehen der
7 Kinder, sie war der Mittelpunkt der Familie und strahlte Wärme und Liebe aus. Auch hatte sie ein großes
Interesse an der Gärtnerei und übernahm die Schirmherrschaft des 1883 gegründeten VDR (Verein
Deutscher Rosenfreunde).
1888 wurde Wilhelm II Deutscher Kaiser und die Familie zog nach Berlin. Als Kaiserin setzte sich Auguste sehr für die
soziale Fürsorge ein. Sie besuchte Kranken- und Pflegeheime und kümmerte sich während des
1. Weltkrieges zusammen mit ihren Schwiegertöchtern um die Verletzten.
Am 10.11.1918 ging das Kaiserpaar nach Holland ins Exil. Dort starb sie im Alter von 62 Jahren am 11.04.1921. Sie wurde
im Park von Schloß Sanssouci beigesetzt.