Louise Marie Adelaïde Eugènie d'Orléans (1777-1847)
geboren am 23. August 1777 als Tochter von Louis Philippe Joseph, Herzog von Orleans. Adelaïde hat noch drei Brüder:
Louis Philippe, später König von Frankreich, Antoine Philippe und Alphonse Leodgar.
Mit 14 Jahren reist Adelaïde in Begleitung ihrer Gouvernante zu einem Besuch nach England. In Frankreich wird jedoch
ein neues Gesetz erlassen, das der Familie Orleans die Rückkkehr unmöglich macht. Adeladïe wird verbannt. Sie flieht über
Belgien in die Schweiz. Während der französischen Revolution endet ihr Vater unter der Guillotine. Ihre drei
Brüder emigrieren nach Dänemark ins Exil und von dort aus nach Nordamerika. Adelaïde soll ihnen 1800 nach
Philadelphia folgen, aber infolge eines Schiffbruchs strandet sie auf Guadeloupe, einer karibischen Insel. Dort begegnet sie
dem älteren George Casper von Schroeppel, einem in Deutschland geborenen Kaufmann, der jedoch inzwischen amerikanischer
Staatsbürger ist. Sie heiraten 1801 und ziehen nach New York City. Adelaïde bekommt vier Kinder, aber ihre Ehe ist
nicht glücklich.
Als ihr Bruder Louis Philippe 1814 endlich wieder französischen Boden betreten darf, verläßt Adelaïde
ihren Mann und ihre Kinder und kehrt nach Paris zurück. Louis-Philippe erhält sämtlichen Familienbesitz
und seine vorigen Privilegien zurück. Adelaïde schließt sich seinem Haushalt an und
wird seine loyale Beraterin. 1830 wird Louis-Philippe König von Frankreich und Adelaïde bleibt weiterhin an der Seite
des Bürgerkönigs.
Am 31. Dezember 1847 stirbt Adelaïde mit 70 Jahren, nur zwei Monate, bevor Louis-Philippe in der Februarrevolution
vom Thron gestürzt wird.