Anaïs Ségalas (1819 - 1895)
geboren am 21. September 1819 in Paris als Tochter des Charles Menard und der Kreolin Anne Bonne Portier.
Anaïs zeigt schon früh, dass sie Talent als Schriftstellerin hat. Bereits mit 8 Jahren dichtet sie eine
Ode zum Geburtstag ihres Vaters.
Mit 15 Jahren heiratet Anaïs den Rechtsanwalt Victor Ségalas, aber sie macht zur Bedingung, dass sie sich weiterhin
mit Literatur beschäftigen darf. So wird ein Jahr später ihre erste Gedichtsammlung veröffentlicht.
Anaïs ist für ihre Zeit eine sehr emanzipierte Frau, die eigene Entscheidungen trifft. Sie glaubt, dass auch Frauen das
Recht haben, ihre Talente zu entfalten.
Sie beschäftigt sich literarisch mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft, die sie durchaus im Sinne der Romantik als
Verkörperung von christlicher Nächstenliebe und Wohltätigkeit sieht. Sie distanziert sich damit von radikalen feministischen Ideen und
wird auch während der Februarrevolution 1848 nicht politisch aktiv.
Neben Gedichte und Erzählungen schreibt sie auch Theaterstücke, Romane und Rezensionen.
Anaïs stirbt am 31.August 1895 mit 75 Jahren in Paris.