Marie Sophie Friederike (1767 - 1852)
Königin von Dänemark
geboren am 28.10.1767 als Tochter des Prinz Carl von Hessen und Luise von Dänemark.
Marie Sophie verbringt ihre Kindheit in Schleswig, relativ frei von höfischem Zeremoniell. Die geplante Heirat
mit dem dänischen Kronprinzen Frederik wurde anfangs von Seiten des dänischen Königshofes
abgelehnt.
Doch der 22-jährige Kronprinz, Sohn des geisteskranken Christian VII, setzte seinen Willen durch - jedoch wohl eher aus
Opposition gegen seine Ratgeber als aus Liebe. Er hatte sich bereits früher gegen den Regenten, Halbbruder
seines Vaters, durchgesetzt, indem er sich zum Mitregenten ernennen ließ. Sie heirateten am 31.07.1790.
1808 wurde Frederik VI König von Dänemark. Während der Napoleonischen Kriege kämpfte
Dänemark an der Seite Frankreichs gegen Preußen, Österreich und Rußland. Bei den Verhandlungen
1814 (Wiener Kongreß) an denen Frederik persönlich teilnahm, mußte Dänemark seine Provinz
Norwegen abtreten. Marie Sophie übte
währenddessen die Regentschaft aus. Frederik hatte mehrere Verhätnisse, die er auch nicht geheimhielt.
So lebte er ab 1818 ganz offen mit seiner Geliebten, der späteren Gräfin Dannemand zusammen.
Marie Sophie und Frederik hatten 8 Kinder, von denen jedoch nur Caroline, geb. 1793, und Wilhelmine, geb. 1808, das
Erwachsenenalter erreichten.
Das Königspaar war sehr offen für die Sorgen ihrer Bürger. So unterstützten sie z.B. den mittelosen Dichter
Hans Christian Andersen. Die letzten gemeinsamen Jahre verbrachten sie auf Schloß Fredericksburg, wo sie sehr
beschaulich lebten.
Als Frederik 1839 starb wurde Christian VIII König von Dänemark. Marie Sophie starb 74-jährig am 21.03.1852
auf Schloß Amalienburg in Kopenhagen.