Dr. Hugo Eckener (1868-1954)
wurde am 10. August 1868 in Flensburg geboren. In Flensburg besucht er die Bürgerschule, später das Gymnasium, das er erst mit
20 Jahren abschließt. Seine Noten sind nur durchschnittlich.
In Berlin, Leipzig und München studiert er Psychologie, Philosophie, Geschichte und Volkswirtschaft.Während des Studiums
genießt Hugo das kulturelle Leben in der Großstadt. Nach der Promotion 1892 arbeitet er zunächst in Flensburg bei der
Zeitung 'Flensburger Nachrichten'.
Hugo heiratet 1897 die Verlegerstochter Johanna Maaß. Beide übersiedeln an den Bodensee, da Hugo an einer rheumatischen
Erkrankung leidet. Sie bekommen drei Kinder.
Zunächst arbeitet Eckener noch als Journalist, bis er 1908 Graf Zeppelin traf. Eckener übernimmt die
Öffentlichkeitsarbeit, die aufgrund etlicher Luftschiffunfälle dringend notwendig wird. Er macht aber auch sein
Luftschifferzeugnis und ist für die Ausbildung künftiger Luftschiffer zuständig.
Während des 1. Weltkriegs bildet Eckener weiterhin Luftschiffer aus. Nach dem Tod des Grafen Zeppelin 1917 hält er als
Direktor der Deutschen Luftschiff-Aktien-Gesellschaft am Zeppelin als Transportmöglichkeit fest. Er lässt für die Amerikaner
ein großes
Luftschiff statt der festgesetzten finanziellen Entschädiung bauen. Somit konnte auch der Firmenstandort Friedrichshafen
erhalten bleiben.
1924 überführt Eckener das Luftschiff nach Amerika, es ist erst die dritte Nonstop-Atlantiküberquerung. Eckener wird vom
amerikanischen Präsidenten empfangen.
Besonders viel Aufsehen erregen die Fahrten Eckeners mit dem Luftschiff 'Graf Zeppelin' nach Nord- und Südamerika
über fast alle Meere. Dies führte zu einer weltweiten Bewunderung der
deutschen Luftschiffe, bis der Zeppelin 'Hindenburg' 1937 in Amerika verunglückt. Die Passagierluftfahrt wird verboten.
Eckner gilt als unbequemer und schwieriger Mensch, unzugänglich aber auch konsequent.
Am 14. August 1954 in Friedrichshafen stirbt Hugo Eckener mit 86 Jahren.