Jean-Baptiste Kléber (1753-1800)
geboren am 9.März 1753 in Straßburg als zweiter Sohn des Nikolaus Kleber und dessen Ehefrau Regina.
Als sein älterer Bruder und sein Vater kurz hintereinander sterben, ist Jean erst 4 Jahre alt. Seine Mutter heiratet 1761
den Bauunternehmer und Zimmermann Martin Bürger. Dieser ist sehr streng und die Eheleute streiten sich um die Erziehung
des wilden Jungen.
Bis zum Tod des Stiefvaters 1964 bleibt er bei Kardinal Rohan und lernt u.a. auch französisch,
denn seine Muttersprache ist deutsch. Jean bleibt jedoch
dem Unterricht und seinen Pflichten fern. Er streift lieber in der Natur umher.
Da er Interesse an Zeichnen und Mathematik hat, entscheidet er sich, Architekt zu werden und macht
eine Lehre als Baumeister. Danach arbeitet er in Paris und Besancon,
aber die Aufträge waren knapp.
Bei einem Streit in einer Gastwirtschaft verteidigt er zwei Münchner, die ihn zum Militärdienst in Bayern
überreden.
Er wird in das Kadettenkorps in München aufgenommen. Nach knapp einem
Jahr bewirbt er sich um die Stelle des verstorbenen Zeichenprofessors, da er glaubt, seine Fähigkeiten seien außerordentlich.
Dieses Gesuch bringt ihm 14 Tage Arrest ein. Der österreichischen Generals Kaunitz-Rietberg wirbt ihn ab
und ohne den gesamten Arrest absitzen zu müssen, reist er nach Wien.
Da
seine militärische Karriere nicht recht vorankommt,
bittet Jean 1883 um Entlassung aus der österreichischen Armee.
In den nächsten Jahren arbeitet er als Bausach- verständiger für öffentliche Gebäude,
aber schon
1789 tritt er in die französische Nationalgarde ein, begeistert von den revolutionären Ideen der Freiheit, Gleichheit und
Brüderlichkeit. 1793 schlägt er als Anführer einer Revolutionsarmee ein Heer der Royalisten.
Jean wird zum General befördert.
Er begleitet Napolean Bonaparte auf den Ägypten- feldzug und erhält den
Posten des Stadtkommandanten von Alexandria. Aber er merkt, dass es Napoleon nicht um die Freiheit und
Menschenrechte sondern um Eroberungen und Macht geht. Als Napoleon 1799 heimlich Ägypten verläßt
um das französische Direktorium zu stürzen und sich als Ersten Konsul auszurufen,
erhält er den Oberbefehl über die französischen Truppen in Ägypten.
Napoleon hatte Rückstände von 12 Millionen hinterlassen und es konnte kein Sold ausbezahlt werden. Jean
verhandelt mit den Engländern und Vertretern des Osmanischen Reichs über einen Rückzug. Aber die Engländer
erklären plötzlich das geschlossene Abkommen von El-Arisch für ungültig.
Am 20. Mai 1800 bei Heliopolis besiegt die französische Armee die
Engländer und Osmanen und gewinnt die Herrschaft über Ägypten
zurück.
Am 14. Juni 1800 wird Jean im Garten seiner Residenz in Kairo von einem fanatischen Araber mit vier Dolchstichen ermordet.
Er wurde 47 Jahre alt.