Leopold Ritter von Sacher-Masoch (1836 - 1895)
geboren am 27. Januar 1836 in Lemberg als Sohn des dortigen Polizeidirektors.
Leopold wächst auf dem Land in Galizien (heute Ukraine) auf, er liebt besonders das Puppenspiel und organisiert zusammen mit seinen
Geschwistern Aufführungen.
1848 wird sein Vater nach Prag versetzt und Leopold besucht das Gymnasium.
In Graz studiert er Geschichte, Mathematik und Rechtswissenschaften.
Er habilitiert in Geschichte, aber sein Interesse liegt beim
Theater und der Schriftstellerei.
Er fängt an,
sich seiner Passion ganz zu widmen und gibt seine Geschichtsprofessur auf.
Leopold ist mit seinen Romanen und Erzählungen erfolgreich,
seine wissenschaftlichen historischen Arbeiten werden nicht gewürdigt.
Er schreibt historische Romane, Novellen und Lustspiele. Ihm werden eine scharfe Beobachtungsgabe und ein eleganter Stil bescheinigt und
er beschreibt in zahlreichen Werken ein wirklichkeitstreues Bild der Juden in Galizien. Leopold wendet sich auch gegen den Antisemitismus
in Deutschland.
1873 heiratete Leopold Aurora Rümelin.
Sein wohl bekanntestes Werk 'Venus im Pelz' thematisiert triebhaftes Schmerz- und Unterwerfungsverlangen. Dieses Verhalten wurde
1886 durch den Psychiater Krafft-Ebing als Masochismus beschrieben. Leopold wehrt sich gegen diesen Begriff vergebens.
Am 9. März 1895 stirbt er in Lindheim bei Frankfurt am Main mit 59 Jahren.
'Die Liebe kennt keine Tugend, kein Verdienst,
sie liebt und vergibt alles, weil sie muß.'