Louis Philippe (1773 - 1850)
geboren am 6. 10.1773 in Paris als ältester Sohn von Louis Philippe Joseph von Orléans und dessen
Gemahlin Adelheid von Bourbon-Penthièvre. Sowohl väter- als auch mütterlicherseits stammt er von
Ludwig XIV. ab. Zuerst erhält er den Titel herzog de Valois später Herzog de Chartes.
Die französische Revolution erlebt er mit 16 Jahren. Louis Philippe begeistert sich für die freiheitlichen Gedanken
und besucht Debatten der Nationalversammlung. Als Offizier erlebt er die Schlacht von Valmy und die Niederlage von
Neervinden. Er flieht 1793, zuerst in die Schweiz und danach reist er nach Skandinavien. Sein Vater wird 1793 hingerichtet,
seine Mutter und seine beiden Brüder bleiben bis 1796 in Haft. Louis Philippe, nun Herzog von Orleans und von seinen Anhängern
als Thronanwärter unterstützt, muss ins Exil nach Philadelphia, wohin ihm seine Brüder folgen.
1800 kommt er nach Europa zurück. Napoleon Bonaparte hat die Macht ergriffen und Louis Philippe lässt sich in England nieder.
Am 25. November 1809 heiratet er Prinzessin Maria Amalia, die Tochter des sizilianischen Königs. Sie haben 10 Kinder.
In Palermo bleibt er bis zu
Napoleons Abdankung. Vom wiedereingesetzten König Ludwig XVIII erhält er seine großen Besitzungen
wieder zurück.
1830, nach der erneuten Revolution, wird er von den Republikanern als Bürgerkönig gewählt. Durch die Industrialisierung
nahm die französische Wirtschaft einen positiven Verlauf. Das Bürgertum erlebt eine Blütezeit. Da die sozialen
Probleme jedoch nicht gelöst werden und sich Louis Philippe seinen liberalen Ansichten nach und nach nicht mehr verpflichtet fühlt,
kommt es 1848 zur Februarrevolution. Louis Phillipe muss wieder ins Exil nach England. Er stirbt dort am 16.8. 1850 mit 76 Jahren.