Marie Adelaide von Luxemburg (1894-1924)
geboren am 14. Juni 1894 als älteste Tocher des Großherzogs Wilhelm IV. und dessen Ehefrau Maria Anna von Braganza.
Nachdem Tod des Vaters übernimmt seine Witwe die Regentschaft bis zur Volljährigkeit von Marie Adelaide.
1912, mit 18 Jahren besteigt sie den Thron.
Da sie in den Staatsgeschäften nicht ausgebildet ist, muss sie sich auf
ihre Berater verlassen. Zu Spannungen kommt es, als sie als katholische Herrscherin versucht, ihren Glauben in die Politik einzubringen. Vor
allem die aufkommenden Fragen zum Kommunismus und Sozialismus machen ihrer Politik schwer zu schaffen.
Während des 1. Weltkriegs wird Luxemburg von den deutschen Truppen annektiert. Da Marie Adelaide deutschstämmig ist und
auch den deutschen Kaiser empfängt, wird sie 1919 zur Abdankung zugunsten ihrer jüngeren Schwester Charlotte gezwungen. Luxemburg
erhält eine geänderte Verfassung und wird konstitutionelle Monarchie.
1920 tritt sie in ein Karmelitenkloster ein, später schließt sie sich in Rom den Kleinen Schwestern der Armen an.
Sie stirbt am 24. Januar 1924 mit 30 Jahren auf Schloss Hohenburg in Bayern.