Jeanne de Montfort
geboren ca. 1309 als Tochter von Louis de Flandre (1279 - 1322) und Jeanne de Rethel (geb. 1284). Sie heiratet, vermutlich
1329 in Chartres, Frankreich, Jean de Montfort, genannt der Eroberer, Duc der Bretagne.
Während des bretonischen Erbfolgekriegs 1341 - 1365, auch Krieg der zwei Jeanne genannt, spielt Jeanne de Montfort
eine glorreiche Rolle.
Sowohl Jean de Montfort, Halbbruder des verstorbenen Jean III und
Charles de Blois, Ehemann von dessen Nichte Jeanne de Penthièvre,
und unterstützt vom König von Frankreich, erheben
Anspruch auf den Thron der Bretagne.
Nachdem ihr Ehemann 1341 gefangengenommen wird, flüchtet Jeanne mit ihrem gerade geborenen
Sohn Jean (1341 - 1399) nach Hennebont in der Südbretagne. Als Hennebont von den Truppen
Charles de Blois' belagert wird, verteidigt sie die strategisch wichtige Stadt. Einmal führt sie nachts, in Rüstung
und mit einem Schlachtross einen Angriff mit 300 Männern auf das Lager der Feinde und steckt dieses in
Brand - dafür erhält sie
den Beinamen 'die Flamme'. Sie versucht Ausfälle und als sie nicht zurückkehrt, ist die Sorge groß. Doch
sie kommt mit neuen Truppen siegreich durch die feindlichen Linien zurück . Endlich kommt Hilfe durch die
Engländer und Hennebont ist gerettet.
Es wird auch berichtet, daß sie 'mit einer sehr scharfen Klinge und
mit großem Mut ' an einer Seeschlacht teilgenommen hat.
1343 wird ein Waffenstillstand unterzeichnet und Jean de Montfort wird befreit. Doch bereits 1345 stirbt er - in Hennebont.
Unter dem Protektorat von Edward III geht der Krieg weiter bis endlich 1364 die entscheidende Schlacht von Auray stattfindet.
Charles de Blois stirbt und der Frieden wird schließlich am 12. April 1365 unterzeichnet.
Jean de Montfort, der Sohn von Jeanne, wird als Jean IV gekrönt.
Jeanne de Montfort stirbt 1374.