Publius Ovidius Naso (43 v.Chr.-17/18 n.Chr.)
genannt Ovid,
wurde am 20. März 43 v.Chr. in Sulmo (Mittelitalien) geboren. Seine Familie gehört dem italienischen Landadel an und Ovid soll
als Jurist
und Rhetoriker einmal eine gehobene Ämterlaufbahn einschlagen.
Doch Ovid entschließt sich bald, Dichter zu werden. Er wird finanziell unterstützt durch Mesalla Corvinus.
Ovids erste Ehen werden schnell wieder getrennt, erst mit seiner dritten Ehe, mit der er auch eine Tochter hat, bleibt er bis zu seinem Tod zusammen.
Das bekannteste Werk Ovids entsteht vermutlich um 1 n.Chr.. 'Metamorphosen' enthält 250 antike Sagen z.B. Daedalus und Ikarus,
Pyramus und Thisbe.
Mit 51 Jahren wird Ovid plötzlich und unerwartet nach Tomi (Constanta) am Schwarzen Meer verbannt.
Die Gründe für die Verbannung bleiben unklar. Zum einen wird vermutet, dass ein Gedicht dem sittenstrengen und
traditionell geprägten Kaiser Augustus mißfiel und dass Ovid Kenntnis vom Ehebruch der Enkelin des Kaisers hatte.
In der Verbannung entstehen Klagelieder und Gedichte voller Sehnsucht nach Rom. Trotz mehrfacher Eingaben wird
ihm eine Rückkehr nicht erlaubt. Ovid stirbt, vermutlich 17 n.Chr. im Exil.