Marie-Thérèse-Louise Lamballe de Savoie-Carignan (1749 - 1792)
geboren am 8. September 1749 in Turin, Italien, als Tochter des Prinzen Louis-Victor de Savoie-Carignan und
Christine Henriette von Hessen-Rheinfels-Rothenburg. Marie-Thérèse heiratet mit 18 Jahren
den Prinzen von Lamballe, Louis Alexandre Stanislaus de Bourbon, einen Enkel des Grafen von Toulouse. Ihr Ehemann
stirbt jedoch schon im folgenden Jahr und Marie-Thérèse lebt nun bei ihrem Schwiegervater.
Nach der Heirat des französischen Dauphins mit der österreichischen Erzherzogin Marie Antoinette kehrt
Marie-Thérèse an den französischen Hof zurück. Die als naiv und freundlich geschilderte Marie-Thérèse schließt Freundschaft
mit der etwas unbeherrschten Thronfolgerin, die sie nach ihrer Ernennung zur Königin
als Oberhof- meisterin einsetzt. Marie Antoinette wendet sich in den Jahren 1776 - 1785 verstärkt der Comtesse de
Polignac zu. Marie-Thérèse bleibt jedoch am Hof und wird nach 1785 wieder zur engsten Vertrauten der Königin.
Marie-Thérèse wohnt mit Marie Antoinette in den Tuilerien und unterhält einen Salon, der als Treffpunkt für die Königin
und deren Anhänger dient. Der Name der Prinzessin de Lamballe ist daher unabdingbar mit den
Intrigen der Königin verknüpft.
Im Angesicht der Revolution hat Marie Antoinette eine treue Verbündete in Marie-Thérèse. Sie fährt 1791 nach England, um
Hilfe für die königliche Familie zu erhalten. Vor ihrer Rückkehr nach Frankreich macht Marie-Thérèse ihr Testament
und kehrt in die Tuilerien zurück. Dort wird sie zusammen mit Marie Antoinette verhaftet und am 19. August 1792
nach La Force gebracht. Aber sie widersetzt sich und lehnt es ab, den Eid gegen die Monarchie zu schwören.
Am 3. September, kurz vor ihrem 43. Geburtstag, wird sie dem Pöbel übergeben und erschlagen. Ihr Kopf wird
auf eine Lanze gespießt und vor die Fenster der Königin getragen.