Marie Christine, Prinzessin von Orleans (1813 - 1839)
geboren am 12.04.1813 als Tochter von Louis-Philippe, Herzog von Orleans und dessen Ehefrau Marie Amalie, Prinzessin
von Neapel-Sizilien.
Marie gilt als lebhaft, lernbegierig und wissensdurstig.
Sie wird zusammen mit ihrer nur ein Jahre älteren Schwester Louise erzogen und verlebt eine relativ unbeschwerte
und glückliche Kindheit. Sie liebt Bücher und verehrte Shakespeare und Schiller. Besonders interessiert sie sich für
bildende Kunst. Mit ihrer Schwester verbindet sie ein enges Verhälntis. Nachdem diese 1832 mit dem König
von Belgien verheiratet
wird, wird Marie depressiv und sie schreibt viele sehnsuchtsvolle Briefe an Louise. Auch ihre Gesundheit wird angegriffen.
Louise und ihre Mutter versuchen bald, eine Heirat von Marie
zu arrangieren, doch mehrere Angebote blieben erfolglos. Nachdem auch der König von Neapel-Sizilien, ein ernsthafter
Kandidat, plötzlich aller Kontakte abbricht, verfällt Marie wieder in Depressionen. Sie fühlt sich nutzlos und ungeliebt.
Am 18.10.1837 heiratet sie schließlich den neun Jahre älteren Herzog Alexander von Württemberg, der ihr schnell
sympathisch wird.
Von der Geburt ihres ersten Kindes Philipp im Juli 1838 erholt sich Marie jedoch nicht mehr und sie stirbt mit 25 Jahren
am 02.01.1839 in Pisa.