Friedrich Leo von Rottenberger (1872 - 1938)
geboren am 3. September 1872 als Sohn eines Richters in Trebitsch, Mähren.
Nach dem Besuch des Gymnasiums arbeitet Friedrich zunächst in Schloßgärtnereien in Mähren.
Mit 20 Jahren tritt er den Dienst der Gartenverwaltung von Schönbrunn. Zuerst Kanzleichef, wird er bald Hofgartenleiter
und schließlich 1919 Hofgartenverwalter.
Die nach dem 1. Weltkrieg zerstörten Gärten von Schönbrunn werden unter seiner Leitung als Direktor der Bundesgärten wieder
aufgebaut. Durch Samenhandel und Pflanzenverkauf gelingt es ihm, die Finanzlage zu verbessern. Unter seiner Leitung
wird die botanische Sammlung von Schönbrunn zur zweitgrößten in Europa. Friedrich erhält wegen
seiner Verdienste mehrere Auszeichnungen.
1922 wird der bereits im Ruhestand und mit der goldenen Hügelmedaille ausgezeichnete Gartenbaufachmann Präsident der
Österreichischen Gartenbaugesellschaft. 1934/35 fungiert er als stellvertretender Vorsitzender des
Verwaltungs- ausschusses und ebenfalls als Mitredakteur der 'Gartenzeitung'.
Er stirbt am 27. März 1938 mit 65 Jahren in Wien.
Quelle: Österreichisches Biographisches Lexikon
für die Übersendung eines Auszuges danke ich herzlich Frau Rack von der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften