Thor
in der germanischen Mythologie der Gott des Donners und Sohn des Odin. Sein blitzeschleudernder
Donnerhammer, der sein Ziel nie verfehlt und immer zurückkehrt, sollte einer Ehe Fruchtbarkeit schenken. Dazu wurde
der Braut ein symbolischer Hammer in den Schoß gelegt. Die Menschen glaubten auch, dass Thor ihre Gesundheit
beschützt, daher brachten sie ihm Opfer bei Krankheiten.
Seinen Streitwagen, mit dem er gegen Riesen kämpft, wird von Ziegenböcken gezogen. Wenn sie verspeist werden, kann Thor sie
am nächsten Morgen mit seinem Hammer wiedererwecken. Die Eiche und auch die Eberesche gelten
als seine Bäume.
Das bekannteste Heiligtum der Germanen war die Donareiche bei Fritzlar. Deren Zerstörung Anfang des 8. Jahrhunderts
leitete die
Christianisierung der Germanen ein.
Nach der germanischen Überlieferung führt Thor das Ende der Welt herbei, die Götterdämmerung. Nachdem er in
einem Kampf von der giftigen Midgardschlange gebissen wird, geht nach Thors Tod die Erde in den Ozean. Dort wird alles Böse
weggewaschen und die Erde entsteht neu.